Clarissa
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Episode Nr:                      
              

- 40 -

Krötenmaffia

Nay, die gerade mal bei uns angekommen ist, entpuppt sich als super Schachspielerin.
Wir sind unzertrennlich.

Unfassbar, was sie erlebt hat. Sie musste im Hotel die Krötenmaffia bedienen.
Niemand wusste, dass sie außer Swahili auch Deutsch kann.

Die Krötenmaffia, eine Bezeichnung von Nay, tagte im Hilton.

Sie spielt mir ein Gespräch vor, ich könnte mich ausschütten vor Lachen:
Der Boss zu Giermann, den er aber nur Gierli nennt: „Gierli, wie läufts in Deutschland?“. Gierli antwortet, und reckt die Finger zum Victory-Zeichen:
„Alles in Obi. Hab die Chefin im Sack.
Die glaubt wirklich, die Märkte sind es. Naja, 'ne Ossi halt.“

Der Boss: „ Und in London? Funktioniert Osbirne noch?“ Gierli erwidert mit pointiertem „V“:
Den haben wir mit Money zugeschüttet, die Briten blockieren alles“.
„Klasse“, sagt der Boss, „aber der Unfall in Washington ist doch ziemlich peinlich“.
Gierli mit kräftigem „V“:
„Hab unsere 3 Zweigstellen angewiesen die Bonität der USA abzuwerten.
Bald ist die Tea-Party am Zuge. Dann geht es richtig los. Obama kann dann höchstens noch in Hollywood Karriere machen.“

Der Boss: „Gierli ich liebe dich! Wie schaffst du das bloß?“

Gierli, sehr bescheiden, mit angedeutetem „v“:

„ Wo ein Ziel ist, gibt es auch einen Weg!“

Der Boss: „Selbst wenn wir es in dieser Krise noch nicht schaffen, spätestens bei der nächsten haben wir soviel Kohle zusammen, dass wir Clarissa bestechen können, gegen Nay zu verlieren.“

Ich glaub's nicht.

„Dämliche Story“ sage ich. Sie sieht mich mit ihren unergründlichen Augen an und antwortet:
„ Wer weiß“.

Aber in unserer Partie bin ich wieder oben. „Kannst getrost aufgeben“ triumphiere ich.




„Wer weiß“, sagt sie zögernd. Und was meint ihr?

    Liebe Grüße,